bestar-steel
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 Aluminium Al 658°C Es ist das stärkste, sehr häufig angewandte Desoxydation- und ausserdem Denitrierungsmittel; dadurch wirkt es auch stark begünstigend auf die Alterungsunempfindlichkeit ein. In kleinen Zugaben unterstützt es die Feinkornausbildung. Da Aluminium mit Stickstoff Nitride mit hoher Härte bildet, ist es meist Legierungselement in Nitrierstählen Es erhöht die Zunderbeständigkeit und wird deshalb häufig ferritischen hitzebeständigen Stählen zulegiert. Bei unlegierten Kohlenstoffstählen kann man durch "Alitieren" (einbringen von Aluminium in die Oberfläche) die Zundebeständigkeit fürdern. Aluminium engt den Gamma-Bereich sehr stark ein. Wegen der starken Erhöhung der Koerzitivkraft ist Aluminium Legierungselement in Eisen-Nickel-Kobalt-Aluminium-Dauermagnetlegierungen.
Arsen As 817°C unter Druck Schnürt ebenfalls das Gamma-Gebiet ab und ist Stahlschädling, da es starke Seigerungsneigung zeigt, ähnlich wie Phosphor. Die Beseitigung der Seigerungen durch Diffusions-Glühen ist jedoch noch schwieriger als bei Phosphor. Weiterhin erhöht es die Anlassprüdigkeit, setzt die Zähigkeit stark herab und beeinträchtigt die Schweissbarkeit
Bor B 2300°C Da Bor einen hohen Wirkungsquerschnitt für Neutronen-Absorption aufweist, legiert man damit Stähle für Regler und Abschirmungen von Atomkernenergie-Anlagen. Austenitische 18/8 CrNi-Stähle künnen mit Bor über Ausscheidungshärtungen auf hühere Streckgrenze und Festigkeit gebracht werden, wobei aber die Korrosionsbeständigkeit gemindert wird. Durch Bor hervorgerufene Ausscheidungen verbessern die Festigkeitseigenschaften hochwarmfester Stahltypen im Bereich erhöhter Temperaturen. In Baustählen verbessert dieses Element die Durchhärtung und bewirkt damit in Einsatzstählen eine erhöhung der Kernfestigkeit. Mit einer Minderung der Schweissbarkeit in Borlegierten Stählen muss gerechnet werden.
Beryllium Be 1280°C Aus Kupfer-Beryllium-Legierungen werden Spiralfedern für Uhren hergestellt, die kaum magnetisierbar sind und eine viel hühere Zahl von Lastwechseln aushalten als Stahlfedern. Nickel-Beryllium-Legierungen sind sehr hart und korrosionsbeständig; Verwendung in chirurgischen Instrumenten. Sehr stark Abschnürung des Gamma-Gebietes. Mit Beryllium künnen Ausscheidungshärtungen erziehlt werden, wobei aber die Zähigkeit sinkt; stark desoxydierend, grosse Affinität zu Schwefel.
Kohlenstoff C 3540°C Kohlenstoff ist das wichtigste und einflussreichste Legierungselement im Stahl. Neben Kohlenstoff enthält jeder unlegierte Stahl Silizium, Mangan, Phosphor und Schwefel, welche bei der Herstellung unbeabsichtigt hinzukommen. Der Zusatz weiterer Legierungselementen zur Erzielung besonderer Wirkungen, sowie die bewusste Erhöhung des Mangan- und Siliziumgehaltes führt zum legierten Stahl. Mit zunehmendem Kohlenstoff-Gehalt steigen die Festigkeit und Härtbarkeit des Stahles, wogegen seine Dehnung, Schmiedbarkeit, Schweissbarkeit und Bearbeitbarkeit (durch spanabhebende Werkzeuge) verringert werden. Der Korrosionswiderstand gegenüber Wasser, Säuren und heissen Gasen wird durch den Kohlenstoff praktisch nicht beeinflusst.
Kalzium Ca 850°C Geimeisam mit Silizium in Form von Silico-Kalzium zur Desoxydation eingesetzt. Kalzium erhöht die Zunderbeständigkeit von Heizleiterwerkstoffen.
Cer Ce 775°C Wirkt reinigend, da es stark desoxydiert und die Entschwefelung fürdert; es kommt gewühnlich gemeinsam mit Lanthan, Neodym, Praseodym und anderen seltenen Edelmetallen als "Mischmetall" zum Einsatz. Begünstigt in hochlegierten Stählen z.T. die Warmverformbarkeit und verbessert in hitzebeständigen Stählen die Zunderbeständigkeit. Eisen-Cer-Legierungen mit ungefähr 70% Cer sind pyrophor (Zündsteine) Zusatz in kugelgraphitischem Gusseisen
Kobalt Co 1492°C Kobalt bildet keine Karbide; es hemmt das Kornwachstum bei hüheren Temperaturen und verbessert die Anlassprüdigkeit und die Warmfestigkeit stark; deshalb oft Legierungselement in Schnellstählen, Warmarbeitsstählen, warmfesten und hochwarmfesten Werkstoffen. Begünstigt die Graphitausbildung. Es erhöht in grossen Anteilen die Remanenz, Koerzitivkraft und Wärmeleitfähigkeit; deshalb Legierungsbasis für hüchstwertige Dauermagnetstähle und -legierungen. Unter Neutronenbestrahlung bildet sich das stark radioaktive Isotop 60Co, weshalb Kobalt in Stählen für Atomreaktoren unerwünscht ist.

 

Chrom Cr 1920°C Chrom macht Stahl ül- bzw. lufthärtbar. Durch Herabsetzung der für die Martensitbildung erforderlichen kritischen Abkühlgeschwindigkeit erhöht es die Härtbarkeit und verbessert damit die Vergütbarkeit. Die Kerbschlagzähigkeit wird jedoch verringert, setzt die Dehnung aber nur sehr wenig herab. Die Schweissbarkeit nimmt bei reinen Chromstählen mit zunehmendem Chrom-Gehalt ab. Die Zugfestigkeit des Stahls steigt um die 80-100 N/mm2 je 1% Chrom. Chrom ist Karbidbildner. Seine Karbide steigern Schnitthaltigkeit und Verschleissfestigkeit. Warmfestigkeit und Druckwasserstoff-Beständigkeit werden durch Chrom begünstigt. Während steigende Chrom-Gehalte die Zunderbeständigkeit erhöhen, ist für die Korrosionsbeständigkeit von Stählen ein Mindestgehalt von etwa 13% Chrom erforderlich, welches in der Grundmasse gelüst sein muss. Das Element schnürt das Gamma-Gebiet ab und erweitert dadurch den Ferritbereich; stabilisiert jedoch den Austenit in austenitischen Chrom-Mangan- bzw. Chrom-Nickel-Stählen. Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit werden verringert. Die Wärmeausdehnung wird gesenkt (Legierungen für Glaseinschmelzung). Bei gleichzeitig hüherem Kohlenstoffanteil erhöhen Chrom Gehalte bis 3% Remanenz und Koerzitivfeldstärke.

 

Kupfer Cu 1084°C Kupfer wird nur bei wenigen Stahlsorten zulegiert, da es sich unter der Zunderschicht anreichert und durch Eindringen in die Korngrenze eine grosse Oberflächenempfindlichkeit bei Wafmverformungsprozessen verursacht, weshalb es z.T. als Stahlschädling betrachtet wird. Die Streckgrenze und das Streckgrenzen-Festigkeitsverhältniss werden erhöht. Gehalte über 0.30% künnen Aushärtungen bewirken. Die Härtbarkeit wird verbessert. Die Schweissbarkeit wird durch Kupfer nicht beeinflusst. In unlegierten und schwachlegierten Stählen wird durch Kupfer eine bedeutende Verbesserung der Witterungsbeständigkeit erreicht. In säurefesten hochlegierten Stählen erbringt ein Kupfer-Gehalt über 1% verbesserte Beständigkeit gegen Salzsäure und Schwefelsäure.
Wasserstoff H -262°C Dieses Element ist ein Stahlschädling, weil er Versprödung durch Abfall von Dehnung und Einschnürung ohne Erhöhung von Streckgrenze und Zugfestigkeit hervorruft. Wasserstoff bildet die Ursache für die gefürchtete Flockenbildung und begünstigt die Schattenstreifenentstehung. Beim Beizen entstehender atomarer Wasserstoff dringt unter Blasenbildung in den Stahl ein. Feuchter Wasserstoff entkohlt bei hüheren Temperaturen.
Magnesium Mg 657°C Dieses Element wird als Desoxydations- und Entschwefelungsmittel hinzulegiert. In Gusseisen erzeugt Magnesium Kugelgraphit. 
Mangan Mn 1221°C Mangan desoxydiert. Es bindet Schwefel als Mangan-Sulfide und verringert dadurch den ungünstigen Einfluss des Eisen-Sulfides. Besondere Bedeutung hat dies bei Automatenstahl; die Rotbruchgefahr wird verringert. Mangan setzt die kritische Abkühlungsgeschwindigkeit sehr stark herab und erhöht damit die Härtbarkeit. Streckgrenze sowie Festigkeit werden durch Mangan-Zusatz erhöht, ferner wirkt Mangan sich günstig auf die Schmiedbarkeit und Schweissbarkeit aus und vergrüssert stark die Einhärttiefe. Gehalte über 4% führen auch bei langsamer Abkühlung zur Ausbildung von sprüden martensitischem Gefüge, so dass der Legierungsbereich kaum genützt wird. Stähle mit Mangan-Gehalten über 12% sind bei gleichzeitigem hohen Kohlenstoff-Anteil austenitisch, weil Mangan den Gamma-Bereich erheblich ausweitet. Solche Stähle erhalten unter schlagender Beanspruchung der Oberfläche eine sehr hohe Kaltverfestigung, während der Kern zäh bleibt; sie sind deshalb bei Schlageinwirkung hochverschleissfest. Stähle mit Mangan-Gehalten von 18% aufwärts bleiben auch nach verhältnismässig starker Kaltverformung nicht magnetisierbar und werden als Sonderstähle und auch als kaltzähe Stähle bei Tieftemperatur-Beanspruchung verwendet. Durch Mangan erhöht sich der Wärmeausdehnungs-Koeffizient, während Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit sinken.
Molybdän Mo 2622°C Molybdän legiert man meist zusammen mit anderen Elementen. Durch Herabsetzung der kritischen Abkühlungsgeschwindigkeit wird die Härtbarkeit verbessert. Molybdän verringert weitgehend die Anlassprüdigkeit, beispielsweise bei Chrom-, Nickel- und bei Mangan-Stählen, fürdert die Feinkornbildung und wirkt sich auch günstig auf die Schweissbarkeit aus. Erhöhung von Streckgrenze und Festigkeit. Bei hüherem Molybdän-Gehalt wird wird die Schneidbarkeit erschwert. Starker Karbidbildner; die Schneideigenschaften bei Schnellarbeitsstählen werden dadurch verbessert. Es gehürt zu jeden Elementen, welche die Korrosionsbeständigkeit erhöhen und wird deshalb bei hochlegierten Chrom-Stählen un bei austenitischen Chrom-Nickel-Stählen häufig eingesetzt; hohe Molybdän Gehalte senken die Lochfrassanfälligkeit. Sehr starke Einengung des Gamma-Bereichs; Erhöhung der Warmfestigkeit, die Zunderbeständigkeit wird vermindert.

 

Stickstoff N -210°C Dieses Element kann sowohl als Stahlschädling wie auch als Legierungsbestandteil in Erscheinung treten. Schädlich wegen der Verminderung der Zähigkeit durch Ausscheidungsvorgänge, der Hervorrufung von Alterungsempfindlichkeit und Blausprödigkeit (Verformung in Gebieten der Blauwärme 300-350°C) sowie wegen der Möglichkeit der Auslösung von interkristaliner Spannungsrisskorrosion in unlegierten und nidriglegierten Stählen. Als Legierungselement erweitert Stickstoff das Gamma-Gebiet und stabilisiert das austenitische Gefüge; erhöht in austhenitischen Stählen die Festigkeit und vor allem die Streckgrenze sowie die mechanischen Eigenschaften in der Wärme. Stickstoff lässt durch Nitridbildung beim Nitrieren hohe Oberflächengüte erreichen.

 

Niob Columbium Tantal Nb Cb Ta Nb 2468°C Ta 3030°C Diese Elemente kommen fast nur gemeinsam vor und sind sehr schwer voneinander zu trennen, so dass sie üblicherweise zusammen verwendet werden. Sehr starke Karbidbildner, deshalb besonders als Sabilisatoren chemisch beständigen Stählen zulegiert. Beide Elemente sind Ferritbildner und verringern damit den Gamma-Bereich. Infolge der Erhöhung der Warmfestigkeit und Zeitstandfestigkeit durch Niob wird es zu hochwarmfestem austenitischen Kesselstählen oft zulegiert. Tantal hat einen hohen Absorptions-Querschnitt für Neutronen; für Atomreaktorstähle kommt nur Tantal-armes Niob in Betracht.
Nickel Ni 1453°C Bewirkt bei Baustählen bedeutende Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit, auch im Tieftemperaturbereich und wird deshalb zur Erhöhung der Zähigkeit in Einsatz-, Vergütungs-, und kaltzähen Stählen zulegiert. Alle Umwandlungspunkte (A1-A4)  werden durch Ni gesenkt; es ist kein Karbidbildner. Durch starke Ausweitung des Gamma-Gebietes verleiht Ni in Gehalten von mehr als 7% hoch-Cr-haltigen chemisch beständigen Stählen Austenit-Struktur bis weit unter Raumtemperatur. Ni allein macht den Stahl auch in hohen Prozentsätzen nur rostträge, ergibt jedoch in austenitischen Cr-Ni-Stählen Beständigkeit gegen den Einfluß reduzierender Chemikalien; die Beständigkeit dieser Stähle in oxydierenden Substanzen wird durch Cr erreicht. Austenitische Stähle haben bei Temperaturen oberhalb 600°C eine höhere Wärmefestigkeit, da ihre Rekrstallisationstemperatur hoch liegt; sie sind praktisch nicht magnetisierbar. Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit werden stark vermindert. Hohe Ni-Gehalte in genau begrenzten Legierungsbereichen führen zu physikalischen Stählen mit bestimmten physikalischen Eigenschaften, z.B. geringe Temperaturausdehnung (Invartypen).
Sauerstoff O -218.7°C Dieses Element ist ein Stahlschädling. Sauerstoff verschlechtert die technologischen Eigenschaften Kerbzähigkeit und Alterung. Zudem erzeugt das Element Rotbruch und begünstigt Holzfaserbruch 

 

Phosphor P 44°C Phosphor wird meist als Stahlschädling betrachtet, da dieser starke Primärseigerungen bei der Erstarrung der Schmelze und die Möglichkeit zu Sekundärseigerungen im festen Zustand durch dir starke Abschnürung des Gamma-Gebietes ergiebt. Infolge der verhältnismässig geringen Diffusionsgeschwindigkeit, sowohl im Alpha- als auch im Gamma-MIschkristall können gegebene Seigerungen nur schwierig ausgeglichen werden. Da es kaum möglich ist, eine homogene Verteilung des Phosphors zu erzielen, versucht man, den P-Gehalt sehr niedrig zu halten und dementsprechend bei hochwertigen Stählen eine obere Grenze von 0.03%-0.05% anzustreben. Das Ausmass der Seigerungen kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden   Phosphor erhöht schon in geringsten Gehalten die Empfindlichkeit gegen Anlassversprödung. Die P-Versprödung steigt mit der Zunahme des C-Gehaltes, mit steigender Härtetemperatur, mit der Korngrösse und mit der Verminderung des Verschmiedungsgrades. Die Versprödung tritt als Kaltbrüchigkeit und Empfindlichkeit gegenüber Schlagbeanspruchung in Erscheinung.   In schwachlegierten Baustählen mit C-Gehalten von etwa 0.1% erhöht P die Festigkeit un die Korrisionsbeständigkeit gegen atmosphärischen Einflüsse; Cu unterstützt die Verbesserung der Korrisionsbeständigkeit (rostträge Stähle).   Phosphor-Zusätze können in austenitischen Crom-Nickel-Stählen Streckgrenzerhöhungen bedingen und Ausscheidungseffekte erzielen.

 

Blei Pb 327.4°C Wird in Automatenstählen in Gehalten von etwa 0,2-0,5% zulegiert, da dadurch seine äußerst feine suspensionsartige Verteilung die Bildung kurzer Späne und sauberer Schnittflächen erziehlt wird und damit bessere Bearbeitbarkeit gegeben ist. Die angegebenen Bleigehalte beeinflussen die mechanischen Eigenschaften der Stähle praktisch nicht.
Schwefel S 118°C Ergibt von allen Stahlbegleitern die stärksten Seigerungen. Eisen-Sulfid führt zu Rotbruch bzw. Heißbruch, da die niedrigschmelzenden Sulfid-Eutektika die Körner netzartig umfassen, so daß nur ein geringer Zusammenhalt der letzteren gegeben ist und bei der Warmverformung bevorzugt die Korngrenzen aufbrechen; dies wird durch Sauerstoffeinwirkung noch verstärkt. Da Schwefel zu Mangan eine besonders große Affinität hat, bindet man ihn als Nm-Sulfid ab, da dieses von allen gewöhnlich vorhandenen Einschlüssen am ungefährlichsten ist, im Stahl punktförmig verteilt vorliegt und einen hohen Schmelzpunkt hat. Die Zähigkeit in Querrichtung wird durch S deutlich verringert. S wird Stählen für Automatenbearbeitung absichtlich bis zu 0,4 % zugegeben, da die durch die Schmierwirkung auf die Werkzeugschneide verminderte Reibung zwischen Werkstück und Werkzeug erhöhte Standzeiten erzielen lässt. Außerdem treten bei Automatenstählen bei der spanabhebenden Bearbeitung kurze Späne auf. Schwefel verstärkt die Schweißrissanfälligkeit.
Antimon Sb 630°C Dieses Element ist ein Stahlschädling, es erniedrigt die Zähigkeit des Stahls; es wird das Gamma-Gebiet abgeschnürt. Allgemein sind wenig Informationen zu diesem Legierungselement erhältlich. Weitere interesannte Informationen an meine EMail Adresse.
Selen Se 217°C Verwendung in Automatenstählen ähnlich wie bei S, wobei es die Bearbeitbarkeit noch wirksamer verbessern soll; in korrosionsbeständigen Stählen vermindert es die Beständigkeit geringer als S.
Silizium Si 1414°C Si ist gleich dem Mangan in jedem Stahl enthalten, da schon die Eisenerze je nach ihrer Zusammensetzung eine entsprechende Menge davon mitbringen. Auch bei der Stahlherstellung selbst wird von den feuerfesten Ofenauskleidungen her Silizium in die Schmelze aufgenommen. Aber erst solche Stähle werden Siliziumstähle genannt, die einen Si-Gehalt von mehr als 0,40% besitzen. Si ist kein Metall, sondern ein sog. Metalloid, wie es z.B. auch Phosphor und Schwefel sind. Si desoxydiert. Es begünstigt die Graphitausscheidung und verengt den Gamma-Bereich stark, erhöht Festigkeit und verschleißfestigkeit (Si-Mn-Vergütungsstähle); starke Erhöhung der Elastizitätsgrenze, deshalb als Legierungselement in Federstählen zweckmäßig. Si erhöht maßgeblich die Zunderbeständigkeit, so dass die hitzebeständigen Stähle damit legiert werden. Wegen der Beeinträchtigung von Warm- und Kaltformbarkeit sind aber die möglichen Gehalte begrenzt. Bei 12% Si wird weitgehend Säurebeständigkeit erreicht, doch sind derartige Qualitäten nur als sehr harter und spröder Stahlformguß herstellbar, der nur durch Schleifen bearbeitet werden kann. Infolge starker Herabsetzung von elektrische Leitfähigkeit, Koeritivfeldstärke und Wattverlusten wird Si in Stählen für Elektrobleche verwendet.
Zinn Sn 231,8°C Stahlschädling, da es sich ähnlich wie Cu unter der Zunderschicht anreichert, entlang der Korngrenzen eindringt und Risse sowie Lotbrüchigkeit hervorruft. Sn neigt zu starken Seigerungen und schnürt das Gamma-Gebiet ab.
Titan Ti 1727°C Ti wirkt wegen seiner hohen Affinität zu Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Kohlenstoff stark desoxydierend, stark denitrierend, schwefelbindend und stark karbidbildend. Weitgehend in korrosionsbeständigen Stählen als Karbidbildner zur Stabilisierung gegenüber interkristalliner Korrosion eingesetzt; hat außerdem kornverfeinernde Eigenschaften. Ti engt das Gamma-Gebiet sehr stark ein. Es fürht in höheren Gehalten zu Ausschidungsvorgängen und wird wegen der Erreichung hoher Koerzitivfeldstärke Dauermagnetlegierungen beigegeben.k Ti steigert die Zeitstandfestigkeit durch Bildung von Sondernitriden. Allerdings neigt Ti stark zu Seigerungen und zur Zeilenbildung.
Vanadium V 1726°C V verfeinert das Primärkorn und damit die Gußstruktur; starker Karbidbildner, wodurch Erhöhung von Verschleißwiderstand, Schneidhaltigkeit und Warmfestigkeit gegeben ist; Einsatz deshalb bevorzugt als zusätzlicher Legierungsbestandteil in Schnell-, Warmarbeits- und warmfesten Stählen. Wesentliche Verbesserung der Anlaßbeständigkeit, Verminderung der  berhitzungsempfindlichkeit. Da V das Korn verfeinert und infolge der Karbidbildung Erhöhung der Beständigkeit gegenüber Druckwasserstoff. V engt den Gamma-Bereich ein und verschiebt den Curie-Punkt zu höheren Temperaturen.
Wolfram W 3380ÎC Wolfram ist ein sehr starker Karbidbildner (seine Karbide sind sehr hart) und egnt das Gamma-Gebiet ein, es verbessert die Zähigkeit und behindert das Kornwachstum. W erhöht Warmfestigkeit und Anlaßbeständigkeit sowie die Verschleißfestigkeit bei hohen Temperaturen (Rotglut) und damit die Schneidfähigkeit. Es wird deshalb überwiegend zu Schnell- und Warmarbeitsstählen sowie warmfesten Stahltypen und zu Stählen höchster Härte zulegiert. Beträchtliche Steigerung der Koerzitivfeldstärke, deshalb Legierungsbestandteil von Dauermagnetlegierungen. W beeinträchtigt die Zunderbeständigkeit. Sein hohes spezifisches Gewicht macht sich besonders in höheren W-legierten Schnell- und Warmarbeitsstählen bemerkbar.
Zirkon Zr 1860ÎC Zr ist ein Karbidbildner; metallurgischer Einsatz als Zusatzelement zur Desoxydation, Denitrierung und Entschwefelung, da es wenig Desoxydationsprodukte hinterlässt. Zr-Zusätze zu völlig beruhigten schwefelhaltigen Automatenstählen üben einen günstigen Einfluss auf die Sulfidbildung und somit Vermeidung von Rotbruch aus. Es erhöht die Lebensdauer von Heizleiterwerkstoffen und bewirkt Einengung des Gamma-Gebietes.

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