Stahl-Einteilung nach DIN
Die Einteilung von Stählen verläuft nach Ihren Anwendungen und Eigenschaften. Diese werden entsprechend DIN in 4 Gruppen aufgeteilt.
Gruppe 1: unlegierte Baustähle
Der erste Buchstabe in der Bezeichnung kennzeichnet den Einsatzzweck:
S - allgemeiner Baustahl (z.B.: S295) 295 bedeutet ReH von 295 N/mm_
E - Maschinenbaustahl
P - Druckbehälterbaustahl
Gruppe 2: Einsatzstähle und Vergütungsstähle
C 10, C15 ...... C60...... C n
C bedeutet der Anteil des Kohlenstoffes in n/100 in %
Bei einem Kohlenstoffgehalt < 0,25 % ist der Stahl einsatzhärtbar,
Gruppe 3: niedriglegierte Stähle
Bei niedriglegierten Stählen liegt der Anteil an Legierungselementen unter 5 %.
Zum Beispiel steht das Kürzel 15CrNi6 für:
15/100 in % C, aber: bei der Ermittlung des Legierungsanteil wird der C-Anteil nicht mitgerechnet!
Cr und Ni charakterisieren die Legierungselemente
6 = 6/Konstante % Cr - in diesem Fall 1,5 %
Ni hat einen Anteil von unter 1 %
Zur Vorgangsweise: Das Legierungselement mit dem höchsten Anteil an der Legierung steht an erster Stelle, im Falle des Beispiels Cr - diesem wird die erste Zahl zugeordnet, dem zweiten Element die zweite Zahl usw. Kann man keine Zahl zuordnen so ist der Anteil automatisch unter 1 %.
Die Konstanten sind in einer Tabelle fixiert - sie entsteht durch die Zuweisung einer Konstanten zu einem bestimmten Legierungselement (z. B.: bei Cr würde die Konstante 4 sein).
Gruppe 4: hochlegierte Stähle
Der Anteil von mindestem einem Legierungselement ist größer als 5 %
Erklärung anhand des Beispiels X5CrNiMoV18-8-2
X - Kennzahl für alle hochlegierten Stähle
5/100 in % C
Cr, Ni, Mo, V charakterisieren die Legierungselement
18 % Cr , 8 % Ni, 2 % Mo, unter 1 % V
Die Vorgangsweise ist gleich wie in Gruppe 3 - der Unterschied besteht darin, dass der Anteil in Prozent nicht erst über eine Konstante umgerechnet werden muss sondern direkt abgelesen werden kann.
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